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 Von Annelies und Martin Gruber

Am späten Abend des Karsamstag beginnt der wichtigste Gottesdienst des Jahres, die Feier der Osternacht, in der Christen die Auferstehung Jesu feiern.

Am Beginn der Nachtwache, entzündet die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde die Lichter, in deren Schein sie die Heilstaten Gottes in den Lesungen hört und sich in Gesang und Gebet zu eigen macht. Das große Danklied des Exultet schlägt den großen inhaltlichen Bogen über die gesamte Osternacht: von der Chaosnacht am Anbeginn der Schöpfung, über die Nacht des Pascha-Lammes und des Auszugs der Israeliten aus Ägypten, über die Nacht von Leiden und Tod Jesu Christi, in die wir durch die Taufe hineingenommen sind, bis dereinst zur letzten Nacht, in der Christus als Morgenstern wiederkehrt, um uns heimzuholen zum Vater.

Auf das Exultet folgt die Liturgie des Wortes.

In der anschließenden Mitfeier der Taufe neuer Gemeindemitglieder und in der Erneuerung des eigenen Taufversprechens antwortet die Gemeinde auf das zuvor gehörte Oster-Evangelium mit dem Bekenntnis zum auferstandenen und erhöhten Herrn.

All das mündet schließlich ein in die Mitte der Feier des Pascha-Mysteriums, in die Eucharistie, dem Herrenmahl, im Licht des anbrechenden Ostermorgens, wenn, wie es im feierlichen Schluss-Segen der Osternacht heißt, die "Nacht erhellt ist durch die Auferstehung unseres Herrn".

Diese vier Teile - Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauffeier und Eucharistie - folgen so, aufeinander aufbauend, nacheinander.

Sie markieren zugleich einen großen Spannungsbogen:

 

Durch Dunkel zum Licht

Durch Leid zur Freude

Aus der Gefangenschaft in die Freiheit

Vom Tod zum Leben

Durch das Kreuz zur Auferstehung

 

In dieser Weise feiert die Kirche in der Liturgie der Osternacht Tod und Auferstehung Jesu Christi und verkündet seine Wiederkunft. So dürfen die Gläubigen mit Psalm 118 singen: "Großes hat der Herr an uns vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder“.

 

Meditation

 

Das Fenster ist geöffnet.

Es gibt mir einen Ausblick

und einen Einblick.

 

Es gibt mir eine Aussicht und

vielleicht auch eine Einsicht.

 

Es öffnet meinen Blick für eine Welt

außerhalb des engen Raumes.

 

In Jesus Christus hat Gott uns

das Fenster zu seiner unbedingten

und unendlichen Liebe geöffnet.

 

Welch eine Aussicht!

Welch ein Grund, um aufzuatmen und aufzustehen!