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 Von Ancilla Lechner

Die Schriftlesungen vom 5. Fastensonntag sind sehr aktuell. Es ist vom Tod die Rede, von Leid, von Hoffnungslosigkeit. Menschen mussten und müssen immer wieder traurige Erfahrungen machen. Sie erleben, dass liebe Menschen sterben, sie erfahren die eigene Endlichkeit. Und genau in diesen Momenten treten – oft ganz unerwartet –auch immer wieder Menschen mit einer frohen Botschaft auf.

Der Prophet Ezechiel macht den Menschen Mut und Hoffnung: Mit der Hilfe Gottes werden sie Befreiung und neues Leben erhalten. Genauso der Apostel Paulus: Wer den Geist Gottes hat, der darf sicher sein, dass er schlussendlich leben wird.

Im Evangelium lesen wir vom großen Wunder, das Jesus tut: Er weckt einen Toten auf. Dieser Tote ist nicht irgendeiner, es ist ein Freund von Jesus. Die Geschwister Maria, Marta und Lazarus waren Freunde Jesu. Als Jesus davon hört, dass Lazarus krank ist, macht er sich auf den Weg, ihn zu besuchen. Doch er kommt zu spät. Lazarus ist gestorben und bereits bestattet. Jesus, der selbst ganz betroffen ist, spricht mit der trauernden Marta. In diesem Gespräch sagt Jesus über sich selbst: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ Wenn wir das wirklich glauben können, dann brauchen wir keine Angst zu haben. Dann haben wir eine Hoffnung, die begründet ist. Dann dürfen wir mit Freude und Zuversicht in die Zukunft blicken. Marta glaubt. Und ihr Bruder Lazarus erwacht zu einem neuen Leben.

Unsere Welt braucht es, dass diese frohe Botschaft immer wieder verkündet wird. Vielleicht können auch wir manchmal Menschen sein, die sie zu den Trauernden und Hoffnungslosen tragen…

 

Weitere Sonntagsgedanken finden sie hier (4. Fastensonntag) und  hier (3. Fastensonntag).

Weitere Gedanken finden sie hingegen hier.